Raumluftqualität im Winter verbessern

Zu kalt, zu warm, zu trocken, zu stickig – in der kalten Jahreszeit ist es während der Heizperiode gar nicht so einfach, zu Hause das Raumklima richtig zu steuern. Dieses ist jedoch entscheidend dafür, wie wohl du dich in deiner Wohnung fühlst. Es ist aber nicht nur für dein Wohlbefinden verantwortlich, sondern kann einen Einfluss auf Krankheiten wie Erkältung oder Grippe haben. Deshalb solltest du vor allem in der kalten Jahreszeit das Raumklima immer im Blick haben, um gesund und fit durch den Winter zu kommen. Doch was genau zeichnet gesunde Raumluft aus? Warum ist die Luftqualität zu Hause so wichtig? Und wie kannst du die Raumluftqualität im Winter in deinen vier Wänden verbessern? Fragen über Fragen. Aber kein Problem: Wir haben die Antworten für dich parat:

Was ist ein gesundes Raumklima eigentlich genau?

Vor allem in der kalten Jahreszeit hält sich jeder vermehrt in geschlossenen Räumen auf. Deshalb ist vor allem im Winter ein gesundes Raumklima entscheidend. Denn es hat einen Einfluss auf das Wohlbefinden sowie die Gesundheit. Doch was genau zeichnet es aus? Grundsätzlich ist die Luft, die jeder einatmet, ein Gasgemisch, das sich im Idealfall aus folgenden Bestandteilen zusammensetzt:

  • 78 % Stickstoff
  • 21 % Sauerstoff
  • 0,93 % Edelgase
  • 0,03 % Kohlendioxid

Einfluss auf die Zusammensetzung haben alle sich im Raum aufhaltenden Menschen, Tiere und Pflanzen. Während Menschen und Tiere Sauerstoff verbrauchen und Kohlendioxid an die Luft abgeben, wandeln Pflanzen dieses wieder in Sauerstoff um. Neben dem richtigen Verhältnis von Sauerstoff und Kohlendioxid in der Luft ist auch der Feuchtegehalt entscheidend für ein gesundes Raumklima. Ist dieser zu hoch, kann er die Bildung von Schimmel begünstigen, ist er zu niedrig, reizt das die Schleimhäute. Im Idealfall liegt die Luftfeuchtigkeit in deinem Zuhause zwischen 40 % und 60 % relativer Feuchte. Einen weiteren Einfluss auf ein angenehmes Raumklima hat die Raumtemperatur. Ist es zu kalt, frierst du. Ist es hingegen zu warm, schwitzt du. In der Regel sollte die Raumtemperatur zwischen 17 °C und 23°C liegen. Wie hoch sie sein sollte, lässt sich jedoch pauschal nicht beantworten. Denn jeder Mensch hat ein anderes Temperaturempfinden. Zudem sollte es beispielsweise im Schlafzimmer etwas kälter sein als im Wohnraum. Einen weiteren Einfluss auf ein gesundes Raumklima hat die Schadstoff-, Pollen- und Keimbelastung der Luft. Denn in der Luft befinden sich oft mikroskopisch kleine Partikel, die durch das Einatmen in den Körper gelangen und somit die Gesundheit beeinflussen.

Ein gesundes Raumklima zeichnet sich also durch ein komplexes Zusammenspiel von folgenden Faktoren aus:

  • Zusammensetzung der Luft
  • Richtiger Feuchtegehalt
  • Angenehme Temperatur
  • Geringer Schadstoff-, Pollen- und Keimanteil

Deshalb ist die Raumluftqualität wichtig

Du fragst dich, warum es wichtig ist, die Raumluftqualität bei dir zu Hause zu verbessern? Bist du in deinem Zuhause schlechter Raumluft ausgesetzt, hat das einen negativen Einfluss auf dein Wohlbefinden. Denn wer diese dauerhaft einatmen muss, der wird anfälliger für Krankheiten. Insbesondere in Räumen, in denen sich viele Menschen gleichzeitig aufhalten, ist die Belastung an Viren, Bakterien und anderen Keimen oft hoch. Denn diese gelangen zum Beispiel beim Sprechen und Niesen in die Luft. Wer diese einatmet, läuft Gefahr, krank zu werden. Vor allem Erkältungskrankheiten werden in den Wintermonaten häufig über diese Weise von Mensch zu Mensch übertragen. Möchtest du im Winter fit und gesund bleiben, ist es aus diesem Grund wichtig, die Raumluftqualität zu verbessern. Ein schlechtes Raumklima hat jedoch nicht nur Einfluss auf deine Gesundheit, sondern auch auf einen erholsamen Schlaf. Ist es zum Beispiel zu warm oder ist die Luft verbraucht, schläfst du schlecht. Und das beeinflusst wiederum, wie fit du dich fühlst. Deshalb gilt: Nur wenn du die Raumluftqualität immer im Blick hast und verbesserst, gehst du sicher, dass du fit und gesund bleibst.

So sorgst du im Winter für ein angenehmes Raumklima:

Ein gesundes Raumklima im Winter zu schaffen und die Raumluftqualität zu verbessern, ist gar nicht so schwierig wie oft angenommen. Denn bereits mit einfachen Mitteln lässt sich die Luftqualität verbessern:

1. Richtig und regelmäßig lüften im Winter:

Für ein gesundes Raumklima ist vor allem der regelmäßige Luftaustausch wichtig. Doch im Winter besteht das Problem, dass durch starkes Lüften die Temperatur im Haus schnell fällt und es eiskalt wird. Ein ausgekühltes Zuhause ist natürlich alles andere als gemütlich.

Wie kannst du also richtig lüften? Um die Luftqualität im Winter zu verbessern, solltest du besser Stoßlüften, anstatt das Fenster nur zu kippen. Öffne am besten für etwa zehn Minuten alle Fenster in deiner Wohnung. So sorgst du für Durchzug. Aber Achtung: Sichere deine Türen, damit diese nicht zufallen. Durch den Windzug wird die Luft in deiner Wohnung rasch ausgetauscht. Zwar kühlt durch das Stoßlüften die Raumluft schnell ab. Da du jedoch nicht so lange lüftest, bleiben Wände und Boden warm und erwärmen im Anschluss die frische Luft schnell wieder.

Wie oft du im Winter lüften solltest, lässt sich pauschal nicht beantworten. Wenn du nicht viel zu Hause bist, solltest du auf jeden Fall mindestens zwei Mal am Tag alle Fenster komplett öffnen – am besten morgens und abends. Bist du viel zu Hause, musst du entsprechend mehrmals am Tag komplett durchlüften, um die Raumluftqualität zu verbessern.

2. Die optimale Raumtemperatur finden:

Bei welcher Raumtemperatur sich der Einzelne wohlfühlt, kann sehr unterschiedlich sein. Manche mögen es lieber mollig warm, andere bevorzugen es etwas kühler. Grundsätzlich steht jedoch fest: Auch zu hohe Temperaturen können auf Dauer gesundheitsschädigend sein. Welche für dich die ideale Wohlfühltemperatur ist, solltest du jedoch am besten selbst herausfinden. Um dir das zu erleichtern, haben wir hier die empfohlenen Optimal-Temperaturen für die unterschiedlichen Räume:

  • Wohnraum: 20 °C bis 22 °C
  • Küche: 18 °C
  • Schlafzimmer: 17 °C bis 18 °C
  • Arbeitszimmer: 17 °C bis 18 °C
  • Bad: 23 °C
  • WC: 18 °C
  • Flur: 18 °C

3. Die Luft befeuchten im Winter:

Wenn im Winter dein Hals kratzt oder deine Augen jucken, kann das an zu niedriger Luftfeuchtigkeit liegen. Denn die trockene Heizungsluft reizt die Schleimhäute. Dann ist es höchste Zeit, zu handeln und die Raumluftqualität zu verbessern. Besonders einfach, hygienisch und effizient funktioniert das mit einem Luftbefeuchter im Winter. Denn diese Geräte sorgen dafür, dass du immer die ideale Feuchtigkeit in deinem Zuhause hast.

4. Die Raumluft reinigen:

In der Luft befinden sich auch Keime, Bakterien und Viren, die dich krank machen können. Wenn du gesund und fit durch den Winter kommen willst, lohnt es sich, die Raumluft zu reinigen. Dafür gibt es spezielle Geräte: Luftreiniger. Diese sind mit Filtersystemen ausgestattet, die Partikel aus der Luft filtern – und du kannst völlig bedenkenlos durchatmen.